DIE DIENSTAG-PRESSE (13. OKTOBER 2026)
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Linz/Landestheater
„Lohengrin“: Dirigent Christoph Koncz verleiht Wagner nicht immer Flügel
In Linz beginnt’s. Nachdem Christoph Koncz bereits bei den Wiener Philharmonikern als Stimmführer aktiv war, gibt er nun als Dirigent den Ton an. Der designierte Chefdirigent des Bruckner Orchesters Linz hat mit Richard Wagners „Lohengrin“ einen vom Publikum massiv bejubelten Premierenabend gefeiert. In der Neuproduktion von Michael Schulz führt Koncz das Orchester mit viel Energie durch den Abend, lässt aber Potenzial nach oben erkennen. Die Regie bietet interessante Einfälle.
Klassik-begeistert.de
Aachen
Klein beleuchtet kurz 78: Verdis Don Carlo feiert in Aachen eine bemerkenswerte Saisoneröffnung
Fulminant und berührend gerät die Premiere von Verdis vieraktigem, auf Italienisch gesungenem Meisterwerk nach Friedrich Schiller am Theater Aachen. Die scheidende Generalintendantin Elena Tzavara inszeniert das kriminalistische Spiel der Intrigen in starken Bildern und psychologischer Dichte. Auch musikalisch erlebt man einen Abend von hohem Rang. Am Pult der diesjährigen Eröffnungsoper präsentiert sich erstmals der neue Generalmusikdirektor Levente Török mit Verdis ergreifendem Drama.
Von Patrik Klein
Klassik-begeistert.de
Wien
„Eine florentinische Tragödie“ / „Herzog Blaubarts Burg“, Alexander von Zemlinsky / Béla Bartók (zweite Besprechung)
Zemlinskys Florentinische Tragödie ist wieder da! Erstmals seit 1917 ist sie an der Wiener Oper zu hören, wo es kurz nach ihrer Uraufführung in Stuttgart zu fünf Vorstellungen kam. Wie überhaupt Zemlinskys Musik, heutzutage wieder öfter zu hören, mit dessen erzwungener Emigration lange Zeit verstummte. Nach einem initiatorischen Lohengrin-Erleben, elterlicher Förderung und inspiriert vom durch Gustav Mahler geprägten musikalischen Glutkern des ersten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts an der Hofoper, war er ein früh erfolgreicher Komponist und gefragter Dirigent. Auf nicht unkompliziertem Wege fand Zemlinskys Musik zurück auf die europäischen Bühnen und in ihre Konzertsäle. Es war der Weg über eine Vertrauen aufbauende Beziehung zwischen der ihren Mann in den USA um fünf Jahrzehnte überlebenden Witwe und dem damals beim Radio arbeitenden Kulturpolitiker und heutigen Leiter des Alexander-Zemlinsky-Fonds Peter Marboe. Davon erfuhr ich auf dem Zemlinsky-Symposium, das die Wiener Staatsoper verdienstvollerweise am Premieren-Vormittag anbot.
Von Ulrich Bahrke
DerOpernfreund.de.florentinische.tragoedie
Wien/ Staatsoper
Neue Wanderoper für Kinder: Da lacht sogar die Königin der Nacht
In der „Geheimmission Zauberflöte“ wuselt der Nachwuchs zu Mozart-Klängen durch die Staatsoper – und klatscht Papageno mit High Five ab. Wer zweimal ins Schwarze trifft, tut das auch beim dritten Mal. Entsprechend dürfte man an der Wiener Staatsoper gedacht haben – und hat Recht behalten: Nachdem sie die Entführung aus dem Serail und den Fliegenden Holländer bearbeitet hatten, haben Margit Mezgolich (Libretto), Gerald Resch (Musik) und Nina Blum (Regie) nun auch Mozarts Zauberflöte gekonnt in eine Wanderoper für Jungvolk verwandelt. Resultat sind 90 vergnügliche Minuten, die durch alle Stockwerke des Hauses führen
DerStandard.at.story.königin.der.nacht
„Geheimmission Zauberflöte“ lässt viele Fragen offen (Bezahlartikel)
Nina Blum zeigt ihre Version von Mozarts Oper für Kinder ab 6 Jahren.
Kurier.at.zauberflöte
Die Zukunft der Wiener Staatsoper entsteht nicht allein auf der Bühne“
Im LEADERSNET-Interview spricht Bogdan Roščić, Direktor der Wiener Staatsoper, über den finanziellen Spielraum des Hauses, die Bedeutung des Offiziellen Freundeskreises und die Nachwuchsförderung. Die Wiener Staatsoper zählt zu den bedeutendsten Opernhäusern der Welt und ist zugleich eines der sichtbarsten kulturellen Aushängeschilder Österreichs. Mit ihrem Repertoirebetrieb, ihrer internationalen Ausstrahlung und ihrem hohen künstlerischen Anspruch prägt sie das Musikleben weit über die Landesgrenzen hinaus. Gleichzeit entwickelt sich das Haus kontinuierlich weiter. Mit Initiativen zur Nachwuchsförderung, innovativen Vermittlungsformaten und dem NEST eröffnet die Wiener Staatsoper neue Zugänge für kommende Generationen von Künstlerinnen, Künstlern und Publikumsgruppen.
leadersnet.at.news
Muti im Musikverein: Innerlichkeit bei Beethoven, ein Vulkanausbruch bei Brahms (Bezahlartikel9
Riccardo Muti, die Pianistin Mitsuko Uchida und die Wiener Philharmoniker.
Kurier.at.Kultur.riccardo
Wien/ Konzerthaus
„Schöpfung“ im Konzerthaus: Bei solchen Leistungen erhöht sich jede Freude (Bezahlartikel)
Das lokale Alte-Musik-Ensemble streckte sich – und lieferte am Samstag belebten, bewegten Haydn.
DiePresse.com.schoepfung.konzerthaus
München(Kirche St. Joseph
Verdis Requiem leuchtet klanggewaltig
In der ausverkauften Kirche brandet der Beifall voller Begeisterung. Die vier Solistenstimmen beweisen Stärke, sind der von Thomas Scherbel dirigierten Klangwucht von Chor und Orchester in jedem Moment gewachsen. Martin Snell ist ein souveräner Bass. Oliver Ringelhahns Tenor ist entschlossen. Julia Rutiglianos Altstimme ist beherzt, klar und warm. Sopran Miriam Clarks singt gleisend rein. Das klanggewaltige Licht leuchtet – lux luceat – in dieser Aufführung. Schön! Erfüllend!
Von Frank Heublein
Klassik-begeistert.de
Linz
„Lohengrin“: Zerreißprobe für einen Schwanenritter (Bezahlartikel)
Das Linzer Musiktheater eröffnete seine Opernsaison mit der romantischen Oper „Lohengrin“ von Richard Wagner. Erstmals dirigierte Christoph Koncz eine Neuproduktion in Linz – der 39-Jährige ist ab der Saison 2027/28 Chefdirigent des Bruckner Orchesters. Regie führte Michael Schulz. Das Duo machte das Mega-Bühnenwerk zu einem heutigen Erlebnis.
https://www.krone.at/4329469
„Lohengrin“ in Linz: Schwanenritter? Sektenführer! (Bezahlartikel)
Michael Schulz inszeniert Wagners „Lohengrin“ – etwas flügellahm – an der fatalen Kreuzung von Religion und Politik. Christoph Koncz am Pult hingegen breitet seine Schwingen aus.
DiePresse.com.lohengrin
Brucknerhaus: Großer Klang zum Abschied: Welser-Möst in Linz
Franz Welser-Möst und das Cleveland Orchestra feierten am Sonntag im Linzer Brucknerhaus einen besonderen Abschied. An Bruckners 130. Todestag stand der wohl letzte gemeinsame Auftritt des Orchesters mit seinem langjährigen Musikdirektor beim Brucknerfest auf dem Programm. Welser-Möst bekam zudem eine große Auszeichnung.
https://www.krone.at/4329420
Graz
Das fahle und das pralle Leben liegen knapp nebeneinander
Die Oper Graz wartet in dieser Spielzeit mit einer außergewöhnlichen Inszenierung auf. ‚La damnation de Faust‘ von Hector Berlioz wurde vor 60 Jahren das erste Mal in Graz aufgeführt, jedoch sicherlich nicht in einer Fassung, die sich mit jener von Lorenzo Fioroni vergleichen lässt.
https://european-cultural-news.com/La-Damnation-de-Faust-oper-graz/59636/
Baden
Under Construction
„Arielle“: Disneys Traumfabrik lädt in Baden zum Baden (Bezahlartikel)
Das Musical „Arielle – die kleine Meerjungfrau“ versetzt das Publikum in Euphorie.
https://kurier.at/kultur/buehne-baden-arielle-meerjungfrau-musical-kritik/403197393
Berlin
Opus Klassik 2026: So war die Preisverleihung in Berlin
Der Opus Klassik 2026 brachte am vergangenen Wochenende die Stars der Klassik nach Berlin. Tenor Jonas Kaufmann eröffnete die gestrige Gala im Konzerthaus und durfte sich über eine Trophäe freuen. Auch Pianist Lang Lang und Filmkomponist Hans Zimmer wurden ausgezeichnet. Die Pianistin Martha Argerich erhielt den Preis für ihr Lebenswerk. Gewürdigt wurden zudem Nachwuchstalente und innovative Musikprojekte.
https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/opus-klassik-2026-preis-verleihung
Frankfurt
Otto sein oder nicht sein … (Podcast)
Martin Grunenberg findet, Händels „Ottone“ an der Oper Frankfurt sollte man sich nicht entgehen lassen. Gestern Abend fand die dritte Premiere der neuen Spielzeit an der Oper Frankfurt statt, nach Tschaikowsky und Mozart stand jetzt eine Barockoper auf dem Spielplan – und zwar eine Oper von Georg Friedrich Händel, dessen Opern man in den letzten Jahren regelmäßig in Frankfurt erleben konnte. Diesmal nun ein Werk, das weniger häufig auf den Spielplänen zu finden ist, die Oper „Ottone“. Ottone und sein Gegenspieler Adelberto werden beide von Countertenören gesungen – zu Händels Zeiten durften in diesen Rollen die Kastraten brillieren. Die Musik ist stark und abwechslungsreich. Ein großes Lob ans komplette Ensemble – und auch ans Regie-Team – , die gestern alle viel Applaus bekommen haben.
h2.r.defrankfurt
Leipzig
„Eugen Onegin“: Endstationen
Vor über 30 Jahren verblüffte Peter Konwitschny in seiner legendären Eugen Onegin-Inszenierung an der OPER LEIPZIG (damals in der Intendanz von Udo Zimmermann) mit einer der emotional aufwühlendsten Szenen, die ich je vorher auf einer Bühne sah: Beim Pistolenduell zwischen der Titelfigur und dem sie herausgefordert habenden Wladimir Lenskij kommt es zum tödlichen Schuss, der den Lenskij niederstreckt, worauf (attacca!) die Polonaise aus dem Orchestergraben schmetternd erklingt und Onegin & Lenskij einen Totentanz vollziehen, d.h. dass der Überlebende den Leichnam seines ehemaligen Freundes wie eine lebensgroße Puppe in den Armen hält und mit ihr halluziniert – da stockte mir der Atem, als ich das sah, und nicht nur mir.
Kultur.extra.de.onegin
Nürnberg
Kritik „Tannhäuser“ in Nürnberg: Dämmerung am Staatstheater
Tannhäuser stirbt nicht – er zerbricht. In Nürnberg dekonstruiert Barbora Horáková Joly den romantischen Helden, macht Elisabeth zur zentralen Figur und entfacht mit starkem Ensemble und Orchester neue Spannung um Wagners Werk.
BR-Klassik.de.aktuell,tannhäuser
Saisonstart am Nürnberger Staatstheater: Buhrufe für verschlafenen Tannhäuser (Bezahlartikel)
Barbora Horáková Joly inszeniert Wagners „Tannhäuser“ in Nürnberg. Das Ergebnis ist desaströs. Zum Glück kann der Abend musikalisch überzeugen.
Sueddeutsche.zeitung.de.tannhäuser
Augsburg
Kafkas „Verwandlung“ klingt in Augsburg wie eine Oktoberfest-Polka (Bezahlartikel)
Das Staatstheater Augsburg macht Kafkas Erzählung zur Oper – erzählt wird sie aus der Sicht der Familie statt von Gregor Samsa. Am Ende fragt man sich, warum das alles auf einem hübschen Riesensofa stattfindet
https://www.abendzeitung-muenchen.de/kultur/buehne/die-neue-kafka-oper-in
Hannover
Gefangen in der Erinnerung
Die Hölle hat ein Gedächtnis. In ihr wird das Vergangene zur dauernden Gegenwart. Pascal Dusapins »Il Viaggio, Dante« macht diese Wiederkehr an der Staatsoper Hannover zu einer bemerkenswerten Theatererfahrung: Claus Guths Inszenierung entwickelt einen Sog, der beinahe zwei Stunden anhält.
https://backstageclassical.com/gefangen-in-der-erinnerung/
Braunschweig
Operation Bananenrepublik
Stimmige Ästhetik, stringente Erzählung und feinste Nadelstiche der Zeitkritik- und Ästhetik: Regisseur Alex Balga bringt Nico Dostals Südamerikaexoten „Clivia“ mit einer einfachen, aber effektiven Erfolgsformel ans Staatstheater Braunschweig.
https://www.concerti.de/oper/opern-kritiken/staatstheater-braunschweig-clivia-10-10-2026/
Staatstheater Braunschweig: „Clivia“, Nico Dostal
Der neue Generalintendant Tobias Wolff setzt in seiner ersten Spielzeit deutlich auf Unterhaltung. So begann die Saison im Großen Haus des Staatstheaters mit der Neuinszenierung von Nico Dostals selten aufgeführten Operette. Während der Entstehungszeit von Clivia lebte Dostal bereits länger in Berlin, wo 1933 die Uraufführung am Theater am Nollendorfplatz stattfand. Die abstruse Handlung enthält alles, was für eine Operette unerlässlich ist: Eine Diva, einen heimlichen Drahtzieher, einen verkappten Präsidenten und ein Buffo-Paar, die sich alle mit Intrigen und Verwicklungen in der Welt von Film und Politik vor der Kulisse Südamerikas bewegen. Da dürfen dann auch entsprechend mitreißende Rhythmen und Melodien nicht fehlen. Die Regie war dem vor allem als Musical-Regisseur bekannten Österreicher Alex Balga anvertraut, der mit gelungener Personenführung Tempo und Schwung in das abenteuerliche Unternehmen des Chicagoer Finanziers Potterton brachte, der mit viel Geld und einer Hollywood-Produktion als Tarnung in dem fiktiven Land Boliguay einen politischen Umsturz herbeiführen will. Eine witzige Idee war es, zur Ouvertüre einen Filmvorspann zu zeigen, der Stummfilmszenen in Schwarz-Weiß und kurz eingeblendete Texte enthielt.
https://deropernfreund.de/staatstheater-braunschweig/braunschweig-clivia-nico-dostal/
Bielefeld
Musikalischer Glanz in bunter Woihnwelt: Mozarts „Die Zauberflöte“ in Bielefeld
Mit Wolfgang Amadeus Mozarts Die Zauberflöte steht eines der bekanntesten und beliebtesten Werke des Opernrepertoires auf dem Spielplan des Stadttheaters Bielefeld. Die Inszenierung von Kai Anne Schuhmacher präsentiert den Klassiker in einer modernisierten Fassung, die musikalisch überzeugt, sich szenisch jedoch nicht durchgehend als glücklich erweist. Gesanglich bewegt sich der Abend auf einem sehr hohen Niveau. Auch die Bielefelder Philharmoniker unter der musikalischen Leitung von Robin Davis überzeugen und bilden eine hervorragende Grundlage für Mozarts vielschichtige Partitur. Besonders im zweiten Aufzug entfaltet die Musik ihre ganze Wirkung und beschert dem Publikum einige eindrucksvolle Momente
opernmagazin.de.bielefeld
Wiesbaden
„Hoffmanns Erzählungen“: Wiesbaden eröffnet den Zirkus der Träume (Bezahlartikel)
Artistik, Akrobatik, schwarzer Humor: Jacques Offenbachs letztes Bühnenwerk „Hoffmanns Erzählungen“ sorgt im Staatstheater Wiesbaden für einen starken Start in die Opernsaison.
FrankfurterAllgemeine.net.wiesbaden
Salzburg/ Dom
Christian Thielemann mit Bruckners Siebter begeistert in einem bedeutungsvollen Antrittskonzert
Auf der Achse zwischen Wien und Salzburg erleben wir einen einmaligen spektakulären goldenen Herbst der Bruckner-Interpretation! So dicht nacheinander lassen sich musikalische Höhenflüge selten erleben. Der Oktober 2026 schreibt sich schwergewichtig in die sinfonische Aufführungsgeschichte des zu seinen Lebzeiten vielfach unverstandenen Komponisten ein, der sicher viel dafür gegeben hätte, seine Schöpfungen derart vollendet zu erleben! Noch dazu im sakralen Raum!
Von Kirsten Liese
Klassik-begeistert.de
Bremen/ St.Petri-Dom
Berlioz’ Requiem berührt und fesselt die Gemüter im Bremer Dom
Mit seiner „Grande Messe des Morts“ wollte Hector Berlioz etwas nie Dagewesenes komponieren. Es ist ihm zweifellos gelungen, allerdings ist die Aufführung des großformatigen Werkes auch mit erheblichem Aufwand verbunden. Doch davon haben sich Domkantor Tobias Gravenhorst, der mit Männerstimmen aus dem Theaterchor verstärkte Bremer Domchor und die Bremer Philharmoniker keinesfalls abhalten lassen. Mit überwältigendem Erfolg!
Von Dr. Gerd Klingeberg
Klassik-begeistert.de
»Hoffmanns Erzählungen« am Staatstheater Wiesbaden inszeniert von Dennis Krauß
Am Sonntag wurden in Berlin die diesjährigen „Opus Klassik“ Preise der deutschen Musikindustrie verliehen. Die im ZDF übertragene Verleihung ist die medial stärkste Auszeichnung im Bereich der klassischen Musik in Deutschland. Für Nachwuchssänger:innen hingegen ist der am Freitag beendete internationale Gesangswettbewerb „Neue Stimmen“ von großer Bedeutung. Daneben gibt es zahlreiche weitere Wettbewerbe.
Kulturfreak.de.hoffmann
Oldenburg
Volltreffer!
Oldenburgisches Staatstheater: La forza del destino – Verdis Oper im filmischen Sog. Gleich zu Beginn der Spielzeit gelingt dem Oldenburgischen Staatstheater mit Giuseppe Verdis „La forza del destino“ ein veritabler Volltreffer – und das in jeder Hinsicht. Die Regie von Joan Anton Rechi ist klug durchdacht und absolut werkgerecht, musikalisch sorgt Vito Cristofaro am Pult des bestens disponierten Oldenburgischen Staatsorchesters einmal mehr für eine spannende, differenzierte Wiedergabe – er beweist sein Gespür für Tempi, Dynamik und gewichtige Akzente auf höchstem Niveau. Bewundernswert ist die Leistung des Sängerensembles. Da ist jede Partie hervorragend besetzt und mit leidenschaftlichem Gesang erfüllt.
https://www.orpheus-magazin.de/2026/10/12/oldenburg-la-forza-del-destino/
Annaberg-Buchholz
Ein Fluch, ein Super-Tenor und die miese Zukunft: Daniel Behles Operette „Schmetterling“ feiert Uraufführung in Annaberg-Buchholz
Schon vor Beginn der Premiere brandet heftiger Jubel für alle Beteiligten auf. Er betoniert den Erfolg von Daniel Behle und Alain Claude Sulzer lautstark bis unwidersprechbar. Vor einigen Spielzeiten war deren erste Operetten-Schöpfung „Hopfen und Malz“ in Annaberg-Buchholz, am Theater Neustrelitz und im Brandenburger Theater zum Glücksmoment für das Desiderat der neuen tonalen Operette geworden. Jetzt fand das gleiche Team für „Schmetterling“ erneut zusammen.
NeueMusikzeitung/nmz.de
Paris
Der Held als Festmahl
Opéra national de Paris: Götterdämmerung – Wagners „Ring“-Finale durchbricht das Zeitkontinuum. Mit einer musikalisch glanzvollen „Götterdämmerung“ ist der neue Pariser „Ring“ jetzt komplett. Die Inszenierung von Calixto Bieito punktet auch diesmal eher mit einer detailfreudigen Personenregie als dem stringenten Wurf. Vorgriffe aufs Postapokalyptische, kombiniert mit freiem Schweben zwischen den Zeiten und Welten: Das macht oft Effekt, aber nicht immer Sinn. Die Nornen sind herausgeputzt wie zu Wagners Zeiten. Die Rheintöchter kommen als Hausfrauen-Ideale der Nachkriegszeit – gut frisiert und perfekt elegant gekleidet – zum Zuge. Wenn sie im dritten Aufzug mit Siegfrieds Hilfe die Tafel, auf der er selbst der surreale Festtagsbraten wird, decken und dann mit Gasmasken von dannen ziehen, wird das Zeitkontinuum mit einem Rückgriff durchbrochen. Man könnte ihn für einen Vorgriff auf eine Katastrophe halten, die in der besonders postapokalyptischen „Walküre“ schon die Vergangenheit war.
https://www.orpheus-magazin.de/2026/10/11/paris-goetterdaemmerung/
Der Held wird zum surrealen Festmahl (Bezahlartikel)
Der neue Ring des Nibelungen in Paris ist jetzt, nach einer Premiere der Götterdämmerung unter erschwerten Bedingungen komplett …
https://www.nmz.de/kritik/oper-konzert/der-held-wird-zum-surrealen-festmahl
Links zu englischsprachigen Artikeln
Madrid
Teatro Real 2026-27 Review: Manon Lescaut
https://operawire.com/teatro-real-2026-27-review-manon-lescaut/
Sondra Radvanovsky’s Manon Lescaut is the main attraction at Teatro Real
https://seenandheard-international.com/2026/10/sondra-radvanovskys-
Leeds
Eugene Onegin review – passion and pathos as Tchaikovsky’s opera is dragged into the oligarch era
Patrick Nolan’s thoughtful staging for Opera North shifts Pushkin’s story forward to explore the transition from Soviet state to elitist excess
https://www.theguardian.com/music/2026/oct/11/eugene-onegin-review-leeds-grand-theatre
Chicago
Lyric Opera opens season in wickedly winning fashion with a stellar “Don Giovanni”
Chicagoclassical.review.don.giovanni
Salt Lake City
Utah Opera soars with season-opening “Zorro”
Utah Opera opened its season Saturday with a swashbuckler, Héctor Armienta’s Zorro. Premiered in 2022 by Fort Worth Opera, Armienta’s opera is based on the early 20th-century story The Curse of Capistrano by pulp writer Johnston McCulley, a work that spawned several movies as well as a short-lived television series from the 1950s.
https://utahartsreview.com/2026/10/utah-opera-soars-with-season-opening-zorro/
San Francisco
Benedetti’s Prokofiev and Canellakis’s Rachmaninoff rise to the top in San Francisco
https://seenandheard-international.com/2026/10/benedettis-prokofiev-and
In my end is my beginning
In San Francisco, an autumnal Renée Fleming proves she can still work her magic with Strauss’s Four Last Songs.
https://parterre.com/2026/10/11/in-my-end-is-my-beginning-2/
Ballet / Dance
Review: Carnaval Vivaldi – Balletto di Roma’s beautiful but flimsy carnival
https://www.gramilano.com/2026/10/review-carnaval-vivaldi-balletto-di-roma/
Sprechtheater
Salzburg
Langjähriger „Jedermann“-Regisseur Gernot Friedel tot
Verantwortete 1984 bis 2001 das „Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ am Salzburger Domplatz.
Kurier.at.ehemaliger.jedermann.regisseur
Berlin/ Schaubühne
Wie redest Du mit Dir selbst über mich? (Bezahlartikel)
Thomas Ostermeier holt einen Theaterrenner vom New Yorker Broadway an seine Berliner Schaubühne. Er inszeniert „Stereophonic“ als klanglich überzeugenden Theaterkonzertabend mit viel Doppeldeutigkeit.
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/musik-und-buehne/theater/thomas-ostermeier
Medien
Österreich
„Die Presse“ und „Kurier“ kürzen Personal
Die Tageszeitung Die Presse hat nach STANDARD-Informationen beim AMS eine Reihe von Kündigungen angemeldet. Es soll sich um 16 Beschäftigte handeln, auch in der Redaktion. Bei der Presse bestätigte man auf STANDARD-Anfrage ohne nähere Angaben „laufende Maßnahmen zur Kostendämpfung“. Auch der Kurier trennte sich in den vergangenen Wochen von Beschäftigten. Die Presse hat, wie andere Medien, darunter auch der STANDARD, bereits im Herbst 2025 eine einschneidende Jobkürzung hinter sich. Der Kurier hat bereits in den Jahre 2023 und 2024 insgesamt rund 60 Jobs gestrichen. Beim Kurier hieß es zuletzt auf STANDARD-Anfrage, die Kürzungen fielen geringer aus, als vor dem Sommer kolportiert. Die Journalismusgewerkschaft sprach im Herbst 2025 von rund 300 gestrichenen Arbeitsplätzen und verlangte eine schnelle Umsetzung der geplanten Zustellförderung sowie mehr Mittel aus der Digitalsteuer für Medien.
DerStandard.at.Zeitungen
Politik
Österreich
Drohen Kostenexplosion und Selbstbehalte: Schumann wird ins Parlament zitiert
Selbstbehalte bei jedem Arztbesuch, Streichung der Wahlarzt-Kostenerstattung und andere Leistungskürzungen – solche drastischen Überlegungen werden derzeit in der Gesundheitskasse gewälzt. Die öffentliche Debatte darüber ist im Zuge der SPÖ-Krise untergegangen. Nun zitieren die Grünen Gesundheitsministerin Korinna Schumann ins Parlament.
https://www.krone.at/4327902
Österreich
Kasperl der Woche: Bei der SPÖ gibt es jetzt nur noch Chefs
Kasperl der Woche ist dieses Mal eine ganze Partei. Wie es die SPÖ geschafft hat, ihren Chef zu verdreifachen. Die rote Seifenoper geht weiter
https://www.krone.at/4328195
International/Krieg Ukraine/Russland
Was jetzt passiert: „Läuft die Zeit davon“: Reisner lässt im ORF aufhorchen
An der Front herrscht Stillstand, dafür eskaliert der Luftkrieg. Oberst Markus Reisner erklärt, warum das Patt am Boden immer gefährlicher wird.
Heute.at,russland
Gesundheit
Österreich
Impfen in der Apotheke könnte Anfang 2027 Realität werden Bezahlartikel
Wenn sich die Beteiligten einigen, könnte das Projekt nach jahrelangem Gezerre 2027 starten. Noch sind aber etliche Fragen zu klären, etwa die Standards bei der Ausbildung des Personals.
Kurier.at.apotheke
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Unter’m Strich
Schwangere Frau geheiratet: Mann verpasst Frist und muss jetzt Alimente zahlen
Ein Mann bestreitet, der biologische Vater eines Kindes zu sein. Weil er sich nicht rechtzeitig von der Vaterschaft lossagte, muss er jetzt zahlen.
Heute.at.alimente
Österreich
„Grinch“ schlägt zu. Gleich vier Feiertage gehen uns 2027 flöten
2027 schlägt der „Feiertags-Grinch“ besonders hart zu: Er „stiehlt“ uns gleich beide Weihnachtsfeiertage und weil er schon dabei ist, packt er noch weitere zwei Feiertage ein.
https://www.krone.at/4329724
„Schlitzaugen-Virus“-Sager: RTR leitet Verfahren gegen oe24.tv ein
Die „Fellner! Live“-Ausgabe vom 26. Mai 2020 ruft jetzt die Regulierungsbehörde RTR auf den Plan. Der Ex-BZÖ-Politiker und nunmehrige PR-Mann Stefan Petzner hatte in der oe24.tv-Sendung bezüglich der Coronapandemie von einem „Schlitzaugen-Virus“ gesprochen.
Oberösterreichische.Nachrichten
Fußball
Wilde Tormann-Debatte bei Bayern München
Nach Patzer: Kompany trifft Entscheidung um Neuer. Mit seinem Mega-Patzer in Augsburg hat Star-Goalie Manuel Neuer eine Torwart-Debatte ausgelöst. Indes hat Bayern-München-Coach Vincent Kompany eine Entscheidung getroffen: Beim Champions-League-Spiel gegen Viking Stavanger am Dienstagabend (21 Uhr/live im sportkrone.at-Ticker) muss Neuer auf der Bank Platz nehmen.
https://www.krone.at/4330665
