DIE FREITAG-PRESSE (15. MAI 2026)
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Wien
„Stiffelio“ im Theater an der Wien: Wieviel Krach Vergebung macht (Bezahlartikel)
Die erneut versuchte Ehrenrettung von Verdis Schmerzenskind gelingt dem Regisseur Vasily Barkhatov deutlich besser als auf musikalischer Seite.
DiePresse.com.stiffelio.vergebung
Verdis „Stiffelio“ bleibt ein Problemfall (Bezahlartikel)
Mit der Verdi-Rarität „Stiffelio“ zeigt der Regisseur Vasily Barkhatov eine seiner schwächeren Arbeiten: Der Abend lässt erstaunlich kalt.
https://www.kleinezeitung.at/artikel/24011422/verdis-stiffelio-bleibt-ein-problemfall
„Stiffelio“ im MaW: Ein Pfaffentheater
Bei Italianitá denkt man für gewöhnlich nicht unbedingt an Amish – schon alleine wegen des fehlenden Schnurrbarts. Doch Vasily Barkhatovs Entscheidung, Giuseppe Verdis weitgehend vergessene Oper “Stiffelio” am Mittwoch im Musiktheater an der Wien in die protestantische Glaubensgemeinschaft zu verlegen, geht auf. Die religiösen Dimensionen des kammerspielartigen Ehedramas behalten so ihre existenzielle Schärfe.
https://www.vol.at/stiffelio-im-maw-ein-pfaffentheater/10171274
13.5.26 „Stiffelio“, MusikTheater an der Wien, Premiere, „Lautstarke Ehekrise“
Das MusikTheater an der Wien beschließt die Saison mit Giuseppe Verdis „Stiffelio“. Leider wurde einem der Premierenabend durch ein viel zu laut aufspielendes Orchester vergällt – und was die Inszenierung betrifft: Stiffelio als Jazz-Trompeter in die Handlung einzuführen und ihn am Schluss von Mafiosi ermorden zu lassen war wieder einmal der typische „Regie-Nonsense“.
http://www.operinwien.at/werkverz/verdi/astif2.htm
Vorbericht „Die Perlenfischer“: Wie man die Schrauben beim Publikum anzieht
Ersan Mondtag gilt als heißester Regie-Kandidat für den neuen Wiener „Ring des Nibelungen“. Mit Bizets „Die Perlenfischer“ („Les Pêcheurs de perles“) gibt er zu Christi Himmelfahrt sein Debüt an der Staatsoper. Die „Krone“ traf das theatrale Multitalent zum Interview.
https://www.krone.at/4140604
Wien/ Konzerthaus
Beethoven genial, Schubert nicht so ganz:
Grigory Sokolov im Konzerthaus Trotzdem spielte der russische Pianist beim fast dreistündigen Soloabend in seiner eigenen Liga. Konzerte von Grigory Sokolov sind Reisen in ideale Welten. Man unternimmt diese fast gänzlich mit dem Hörsinn, befindet sich die Saalbeleuchtung dabei doch immer im Dämmerungsmodus. Die musikalischen Vorträge des Russen schnurren (fast) unfallfrei und mit hoher Tempodisziplin ab und erinnern dabei an Modelleisenbahnen, die auf Schienen durch minutiös gestaltete, pittoreske Landschaften gleiten.
DerStandard.at.story.sokolov
Frei, aber einsam: Daniil Trifonov und Nikolaj Znaider im Konzerthaus (Bezahlartikel)
„Man kann nicht nicht kommunizieren“, meinte Paul Watzlawick. Was der Philosoph wohl zu diesem Abend gesagt hätte? Im ersten Teil ließ der Pianist den Geiger nämlich gar nicht an sich heran.
DiePresse.com.frei.aber.einsam
Wien/ Musikverein
Orchestrale und vokale Gottessuche im Wiener Musikverein
Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks überzeugte mit Simon Rattle und Solistin Magdalena Kožená im Goldenen Saal
DerStandard.at.story.3000000.kozena
Fürth
Zu Unrecht vergessen: die Gluck Festspiele holen faszinierend Paride ed Elena aus dem Abseits
Die Göttergestalten Amor und Psyche, die Liebe und das Seelische: das Spannungsfeld zwischen beiden haben Michael Hofstetter und sein Team der Internationalen Gluck Festspiele zum Thema des diesjährigen Programms gemacht. Dass diese inneren Triebkräfte, um die später die Romantik unermüdlich kreisen wird, bereits beim nahe dem fränkischen Berching geborenen Christoph W. Gluck das Blut in Wallung setzten, zeigen seine Opern, von denen drei aus seiner sogenannten Opernreform im Zentrum des Festspielkalenders 2026 stehen: Iphigenie in Aulis in Bayreuth, Orpheus und Eurydike in Nürnberg und Bayreuth sowie konzertant Paride ed Elena im schmucken, neobarocken Stadttheater Fürth.
bachtrack.com.de.parideed elena
Göttingen
Mehr als Perücken-Pop: Händel-Festspiele Göttingen starten
Die Händel-Festspiele in Göttingen stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Verlockung“. Mit Konzerten von Barock bis Jazz in der Stadt und der Region sollen sie ein Festival für alle sein. Zum Auftakt gibt es ein großes Galakonzert zum 20. Jubiläum des Festspiel-Orchesters.
ndr.de.Kultur.haendel-festspiele
Stuttgart
„Die drei ???“: Kult-Detektive ermitteln erstmals in der Oper
„Die drei ???“ ist die erfolgreichste deutsche Hörspielreihe. Ab Februar 2027 kommen „Die drei ???“ erstmals in die Staatsoper nach Stuttgart.
swr.de.aktuell.diedrei???
Zürich
Kino für die Ohren: «La Damnation de Faust» am Opernhaus Zürich (Bezahlartikel)
Hector Berlioz hat mit «Fausts Verdammnis» die kühnste Fassung von Goethes Sinnsucher-Drama für das Musiktheater geschaffen. Das Stück braucht nicht einmal eine Inszenierung – und bei den jüngsten Aufführungen in Zürich fehlt sie auch nicht.
NeueZuercherZeitung/nzz.ch
Feuilleton
Wenn bei der Oper das Feuilleton mehr zählt als ein glücklicher Besucher
Das Feuilleton jubelt, das Stammpublikum flieht, und die Politik beginnt zu rechnen. Wer heute die Bilanzen der grossen Opernhäuser in Deutschland und der Schweiz liest, blickt in einen Spiegel der gezielten Selbsttäuschung. Während Fachmagazine wie die «Opernwelt» intellektuelle Dekonstruktion als notwendige Reibung prämieren, findet an der Abendkasse eine Erosion statt, die das Genre seine Existenz kosten könnte.
https://www.plattformj.ch/artikel/242898/
Performatives Gähnen?
Podcast Live vom Deutschen Orchestertag: Dieses mal geht es hoch her zwischen Hannah Schmidt und Axel Brüggemann. Sie debattieren über Skandale, die Zukunft der Orchester und einen Notfonds für Kulturinstitutionen.
https://backstageclassical.com/performatives-gaehnen/
Links zu englischsprachigen Artikeln
Hamburg
Rituals of the radical: energetic Currentzis and Utopia at the Elbphilharmonie
bachtrack.com.de.currentzis.elbphilharmonie
Zürich
Opernhaus Zürich 2025-26 Review: La Damnation de Faust
https://operawire.com/opernhaus-zurich-2025-26-review-la-damnation-de-faust/
IOS’s exhilarating Gianni Schicchi in two ‘acts’ in Zurich
seenandheard.international.com.giannischicchi
Marseille
Opéra de Marseille 2025-26 Review: Das Rheingold
https://operawire.com/opera-de-marseille-2025-26-review-das-rheingold/
Nino Machaidze, Enea Scala, Jessica Pratt, Véronique Gens, John Osborn, Salome Jicia & Csilla Boross Lead Opéra de Marseille’s 2026-27 Season
operawire.com.ninomachaidze
Lille
Karine Deshayes, Ermonela Jaho & Stéphanie d’Oustrac Lead Opéra de Lille’s 2026-27 Season
operawire.com.karinedeshayes
Manchester
Angel’s Bone review – frenetic and unsettling allegory of human trafficking marks ENO’s Manchester debut
TheGuardian.com.music.angelns.bone
Original, immersive and emotionally challenging ENO production of Du Yun’s Angel’s Bone in Manchester
seenandheard.international.com.manchester
New York
Carnegie Hall 2025-26 Review: Il trittico National Symphony Orchestra performs Puccini’s Triptych
https://operawire.com/carnegie-hall-2025-26-review-il-trittico/
Botstein guides The Orchestra Now on scenic trek through Strauss’s peaks and valleys Leon Botstein conducted
The Orchestra Now in Richard Strauss’s An Alpine Symphony
NewYork.classical.review
Washington
IN Series Announces 2026-27 Season: Sic Semper Tyrannis
The season features four operatic reimaginings, spanning 1,000 years of history, that lift up art’s power to unmask tyrants and their tyranny
https://operatoday.com/2026/05/in-series-announces-2026-27-season-sic-semper-tyrannis/
Choral Arts Society of Washington Announces 2026–2027 Season: “Embrace the Unknown”
operatoday.com.2026.chorals
Los Angeles
Lorenzo Viotti’s Triumphant LA Phil Debut
https://www.sfcv.org/articles/review/lorenzo-viottis-triumphant-la-phil-debut
Recordings
Haymarket Opera’s new release uncovers rich treasure with Leonardo Vinci’s “Artaserse”
chicago.classical.review
Holst, Bax: The Planets, Tintagel (London Symphony Orchestra, Antonio Pappano)
Pappano saddles up a British warhorse and rides triumphantly into battle.
limelightsArts.com
Sprechtheater
Wien/Burgtheater
Von der Trivialität des Lebens im Inneren politischer Macht (Bezahlartikel)
Unbedingt giftig werden: Karin Henkel inszeniert Ewald Palmetshofers „Sankt Falstaff“ am Burgtheater. Ein sprachlich brillantes Schauspiel über Macht, Verwirrung und Ironie. Nach Wien fahren lohnt sich!
FrankfurterAllgemeine.net.palmetshofers.sankt.falstaff
Wien/ Kosmos-Theater
Ein Meer aus Schaum: Helena Adlers „Fretten“ im Kosmos-Theater Wien
In der kollektiv kreierten Inszenierung unter der End-Regie von Aslı Kışlal fungiert Gebärdensprache auch als Performanceelement
DerStandard.at.story.2026.aslikisal
Medien
ESC – Wettquoten: Cosmo ist jetzt Letzer. Wettbüros zahlen für einen Euro 500 aus
Die erste Schlacht des 70. Eurovision Song Contest von Wien ist geschlagen – und die prognostizierten gehören überwiegend auch zu den realen Gewinnern. Das seit Monaten als Topfavorit gehandelte Führungsduo Finnland und Griechenland löste ebenso sein Finalticket wie Moldaus Partykracher. Aber auch Israel schaffte es in die nächste Runde, während Belgien die Buchmacher Lügen strafte und sich überraschend, aber zu Recht den Aufstieg sicherte.
Quoten-Hammer: Cosmó ist jetzt Letzter
Interaktives Spiel: Das Bingo zum Eurovision Song Contest
Was wird bei den Shows des Song Contest sicherlich wieder passieren oder gesagt? Das Bingo zum Mitmachen.
Kurier.at.bingo.songcontest
Wibke Bruhns: Eine unerschrockene Fernsehjournalistin
Sie war eine Pionierin: Als erste Frau präsentiert Wibke Bruhns am 12. Mai 1971 im ZDF eine Nachrichtensendung. Sie arbeitete auch für den NDR und für den „Stern“ als Korrespondentin. Sie starb 2019 in Hamburg.
Ndr.de.nachrichtensprecherin
Politik
China gegen Japan: Warum atomares Wettrüsten droht
In der Weltpolitik ist militärische Gewalt im Jahr 2026 für viele Akteure wieder ein legitimes Mittel zur Durchsetzung staatlicher Interessen – man denke an Russlands Krieg gegen die Ukraine, den Krieg der USA und Israels gegen den Iran und Chinas beständiges Säbelrasseln in Richtung Taiwan. Diese Rückkehr zum Gesetz des Stärkeren betrachten kleinere Länder mit Sorge – und debattieren über Strategien zur Abschreckung. Was in einem neuen nuklearen Wettrüsten gipfeln könnte.
https://www.krone.at/4132900
Österreich
Nach Taschner-Absage: ÖVP-General stellt Auskunftsbegehren an Uni Wien
ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti nutzt eine Reform von Türkis-Grün, um den Druck auf die Uni Wien nach der abgesagten Ehrung für den ÖVP-Mandatar und Mathematiker Rudolf Taschner zu erhöhen. Es war ein Prestigeprojekt der Koalition von ÖVP und Grünen, vorderhand eigentlich gedacht für Bürgeranliegen und Medienrecherchen: das neue Informationsfreiheitsgesetz, vermarktet als „Amtsgeheimnis-Abschaffung“. Seit 2025 kann man mit diesem Instrument öffentliche Stellen dazu auffordern, Informationen zur Verfügung zu stellen und beispielsweise Prozesse offenzulegen. Das betrifft nicht nur Behörden und staatsnahe Unternehmen, sondern auch Universitäten.
DiePresse.at.taschner
Österreich
Dornauer rechnet ab: „SPÖ wollte mich beerdigen“
Der ehemalige Tiroler Landes-Vize und SPÖ-Chef Georg Dornauer spricht im krone.tv-Interview über den Bruch mit seiner alten Partei und erhebt dabei schwere Vorwürfe: Man habe ihn „politisch beerdigen“ wollen. Harte Kritik übt er auch an der Entwicklung seiner ehemaligen Partei sowie in Richtung von Andreas Babler. Gleichzeitig blickt Dornauer selbstkritisch auf den umstrittenen Jagdausflug mit René Benko zurück – und verrät, wo er seine politische Zukunft sieht.
https://www.krone.at/4140493
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Unter’m Strich
Österreich
Million abgezweigt: Betrugsverdacht in der Spanischen Hofreitschule
Die Spanische Hofreitschule produziert seit Monaten Schlagzeilen – auch abseits der Reitkunst. Erst Dienstag wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft alle Ermittlungen gegen den im September 2025 fristlos entlassenen Ex-Geschäftsführer Alfred Hudler eingestellt hat. Nun droht der Kulturinstitution, die zum Landwirtschaftsministerium ressortiert, ein Streit vor dem Arbeitsgericht. Hudler fordert für seinen Vertrag, der bis Ende 2027 gelaufen wäre, knapp eine Million Euro. Nicht unwahrscheinlich, dass auch die Spitzen des Ministeriums, Minister Norbert Totschnig und sein mächtiger Generalsekretär Johannes Abentung, geladen werden
https://www.krone.at/4140845
Österreich
Lugner-Fahrer packt aus: Die Wahrheit über Ehe mit Simone
Nach 16 Jahren an der Seite von Richard Lugner bricht sein langjähriger Fahrer Roland Granzer im oe24-Interview das Schweigen und gibt emotionale Einblicke in Lugners Leben.
oe24.at.lugner-fahrer
Welcher Papst hatte eine Tochter?
Päpste und Affären? Das klingt nach Verbotenem, doch die Geschichte zeigt Überraschendes: Einige Oberhäupter der katholischen Kirche hatten tatsächlich Kinder – und manchmal sogar Töchter. Wie waren solche Fälle überhaupt möglich, wenn Zölibat doch Pflicht ist?
gentside.de
