DIE DIENSTAG-PRESSE (9. JUNI 2026)

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Feuilleton
Kreativität statt Kohle – reicht das?
Willkommen in der neuen Klassik-Woche, heute geht es ums liebe Geld: In Bayreuth und in unseren Orchestern fehlt es. Um so wichtiger sind kreative, neue Ideen. Aber die stehen unter immer größerem politischen Druck! Zum Kesting-Ableben: Der letzte Papst. Irgendwie schien das nicht mehr seine Welt zu sein, als er vor einigen Monaten bei der Premiere von Das Paradies und die Peri im Foyer der Hamburgischen Staatsoper stand. Daraus machte er anschließend – in einer seiner letzten Kritiken – auch kein Geheimnis: Jürgen Kesting spottete herzhaft über die »Ja‑Sager‑Kritiker«, die dem neuen GMD huldigten, lachte das Publikum aus, das sich bei Ina Müller »unter seinem Niveau« amüsierte und befand, dass Tobias Kratzer eher sein eigenes Ego als Schumann und Kesting befriedigte. Bämm! Nun ist Jürgen Kesting tot – gestorben in Hamburg. Einer, an dem ich mich immer reiben konnte. Mein ganz persönlicher Nachruf hier.
https://backstageclassical.com/kreativitaet-statt-kohle-reicht-das/

Wien/Staatsoper/ Richard Wagner, Die Walküre
Die Walküre in Wien: Liebe im Schatten des Untergangs
Kaum haben die Götter Walhall bezogen, beginnt ihr schönes neues Zuhause bereits zu bröckeln. Was im Rheingold als Streit um Gold, Macht und Verträge seinen Anfang nahm, wird in der Walküre zur Familienkrise von kosmischen Ausmaßen.Erster Tag des Bühnenfestspiels »Der Ring des Nibelungen« Die Wiener Staatsoper setzte ihren aktuellen Ring des Nibelungen mit einem Abend fort, der die Qualitäten des Rheingold nicht nur bestätigte, sondern in vielerlei Hinsicht noch übertraf. Wo der Vorabend vor allem die Welt des Ringes errichtete, schenkt die Walküre seinen Figuren Herz, Blut und Emotionen. Das Ergebnis war ein Abend großen Musiktheaters, der das Publikum über mehr als vier Stunden hinweg in seinen Bann zog.
von Kathrin Schuhmann
Klassik-begeistert.de

Audio
Why we play – Film-Dokumentation über das Ensemble Modern
Audio von Jörn Florian Fuchs (8,22 Minuten)
deutschlandfunk.de.audio

Wien/Volksoper
Fantasien im Reality-Check
An der Volksoper Wien feiert „Hoffmanns Erzählungen“ von Jaques Offenbach unter der Regie von Lotte de Beer Premiere. Nach der Pause treten die Muse und Hoffmann vor den geschlossenen Vorhang. „Und wie war’s für dich bis jetzt?“, fragt sie. Er muss nicht lang überlegen: „Also, ich war gut!“ Immerhin: Applaus und Gelächter im Publikum. Noch witziger wär’s gewesen, hätten die Übertitel die Pointe nicht vorab verraten. Ja, „Hoffmanns Erzählungen“, Jacques Offenbachs große „Opéra fantastique“ mit ihrer komplizierten Entstehungs- und Überlieferungsgeschichte, die voll ist mit Unglücksfällen und Eingriffen, Umarbeitungen und sogar Fälschungen, diese faszinierende romantische Oper, die erst nach Offenbachs Tod uraufgeführt werden konnte: Sie wird an der Wiener Volksoper auf keine ganz gewöhnliche Weise erzählt. Und das ist nicht nur erlaubt, sondern kann ja auch sehr gut sein. Oder: könnte.
BR-Klassik.de.fantasien

Ein Alptraum in der Puppenkiste
In der Suche nach den kulturellen Vorläufern seiner „Traumdeutung“ hat Sigmund Freud die Oper so gut wie ausgelassen. Fündig hätte er freilich bei Jacques Offenbach und den Traumabenteuern seines Hoffmann werden können. An der Volksoper ist seit Sonntagabend zu sehen, was passiert, wenn man „Hoffmanns Erzählungen“ quasi im Schweinsgalopp durch die Welt der Traumdeutung treibt. Die Sehnsucht nach der Geliebten strandet an der Monsterpuppe.
https://orf.at/stories/3432660/

Volksoper: „Hoffmanns Erzählungen“ als Gesprächstherapie (Bezahlartikel)
Am Gürtel bricht Hausherrin Lotte de Beer Offenbachs „Fantastische Oper“ durch eingeschobene deutsche Dialoge zwischen Hoffmann und seiner kritischen Muse auf – und lähmt sie zugleich. Auch musikalisch gibt es zu wenig Grund zur Freude. Muse sein ist auch nur ein Job: „Hoffmann“ ist die Akte beschriftet. „Verwechselt Fantasie und Realität“, „Erotomanie“ und andere Diagnosen sind erstellt, therapeutische Maßnahmen nötig … Aber beginnen wir mit der musikalischen Seite. Die schmerzte genau genommen mehr als die szenische.
DiePresse.com.gespraechstherapie

Therapeutin Muse: „Hoffmanns Erzählungen“ an der Volksoper (Bezahlartikel)
Die Frauen machen Hoffmann wahnsinnig! Olympia, Antonia und Giulietta gehen ihm nicht mehr aus dem Kopf – und dann rebelliert auch noch seine Muse: „Die Rolle, die du mir zuschreibst, passt mir nicht. Dieser Typ Muse, der deine erotomanischen Fantasien befriedigt. Es gibt keine Frau, die in diese Rolle passt. Nicht im Leben und auch nicht in der Kunst.“ Das sind neue Töne für den Dichter, aber auch für Besucher von „Hoffmanns Erzählungen“. Zu hören sind sie in der Volksoper.
KleineZeitung.at

Nachruf
Zum Tod von Jürgen Kesting: „Eine brennende Leidenschaft für Gesang“
Der Opernkritiker Jürgen Kesting ist im Alter von 85 Jahren in Hamburg gestorben. Im Interview spricht Kestings frühere NDR Kultur Kollegin Elisabeth Richter über seine Fachkompetenz und seine große Liebe zur Musik.
ndr.de.Kultur.Musik

Bei ihm spitzten alle die Ohren: „Stimmenpapst“ Jürgen Kesting ist tot (Bezahlartikel)
Der große deutsche Musikkritiker starb knapp vor seinem 86. Geburtstag in Hamburg. Vor allem in der Beurteilung des Operngesanges hat er Maßstäbe gesetzt.
DiePresse.com.kesting.gestorben

Wien/ Musikverein
András Schiff und Julia Hagen: Virtuosen aus verschiedenen Welten (Bezahlartikel)
Gemeinsamer Konzertabend im Brahms-Saal des Wiener Musikvereins mit Cellosonaten.
https://kurier.at/kultur/virtuosen-welten-andras-schiff-julia-hagen-musikverein/403166955

Schiff und Hagen, nebeneinander im Musikverein (Bezhlartikel)
Jeder für sich spielten András Schiff und Julia Hagen sehr ordentlich. Leider aber kaum miteinander.
https://www.diepresse.com/28507378/schiff-und-hagen-nebeneinander-im-musikverein

Hamburg/Staatsoper
Omer Meir Wellber berührt mit einem glanzvollen Tristan
Omer Meir Wellber führt das Philharmonische Staatsorchester Hamburg mit seinem Tristan und Isolde-Dirigat zu einer glanzvollen musikalischen Leistung. Mit welcher Zartheit die Pianissimi immer noch den Raum fluteten und mit welcher Inbrunst das Orchester unter seinem Dirigenten quasi zu einer Gesangsstimme verschmolz, berührte das Herz. Seit 2014 in Berlin unter Daniel Barenboim habe ich solch eine orchestrale glanzvolle Tristan-Aufführung nicht mehr erlebt.
Klassik-begeistert.de

Hamburg/Staatsoper/“Tristan und Isolde“
Auf den Punkt 97:  Was hätte Jürgen Kesting dazu gesagt?
Der Journalist, Musikkritiker und Fachbuchautor Jürgen Kesting ist vor wenigen Tagen in Hamburg verstorben. Geboren 1940, wurde er mit einer Generation großer Sänger sozialisiert – Maria Callas, Elisabeth Schwarzkopf, Renata Tebaldi, Fritz Wunderlich, Franco Corelli, Luciano Pavarotti. Man nannte die 50er und 60er Jahre des letzten Jahrhunderts daher auch das zweite Goldene Zeitalter der Oper. Kesting nannte man den Stimmpapst, weil er die Sänger verehrte, liebte und kritisierte.
Richard Wagner  Tristan und Isolde
Von Jörn Schmidt
Klassik-begeistert.de

Göttingen
Vilmantas Kaliunas wird Chefdirigent des Göttinger Symphonie Orchesters
Der 50-jährige Hamburger übernimmt ab der Spielzeit 2027/28 den Taktstock von Nicholas Milton. Beim Probe-Dirigieren forderte er die Musiker kräftig und war begeistert von Orchester. Zum Start der Spielzeit 2027/28 wechselt nicht nur die Intendanz am Deutschen Theater (DT), sondern auch die musikalische Leitung beim Göttinger Symphonie Orchester (GSO). Der Nachfolger des Australiers Nicholas Milton stammt aus Litauen, ist in Deutschland sehr bekannt und heißt Vilmantas Kaliunas.
https://share.google/949EglIeUpGq5HErX

Schladming
Plácido Domingo und die Weisheit eines Sängerlebens (Bezahlartikel)
KRITIK. Mit stehenden Ovationen wurden Plácido Domingo und seine Mitstreiter verabschiedet. Der Weltstar beendete das Summer Opening Schladming würdevoll mit Klassik.
KleineZeitung.at.domingo.inschladming

Kiel/ Opernhaus
Auf den Punkt 96: Walking in Kiel
Giuseppe Verdi    La forza del destino. „Walking in Memphis“ ist ein Lied von Marc Cohn aus dem Jahr 1991, eine geniale Mischung aus softem Pop, Blues und Gospel. Cohn wurde von John Axelrod entdeckt, da war der amerikanische Kapellmeister noch Talentscout beim Musikkonzern BMG. Weinhändler war er auch mal, Weinexperte ist er vermutlich immer noch. Der Mann weiß, was gut ist. Weiß man das auch in Kiel?
Von Jörn Schidt
Klassik-begeistert.de

Leipzig/Musikalische Komödie
Ein Leipziger Frank Sinatra: Tuomas Pursio über den „Mann, der mit seinen Dämonen kämpft“
Leipzigs Musikalische Komödie zeigt ab dem 13. Juni „Strangers in the Night“. Der Bassbariton Tuomas Pursio ist darin Frank Sinatra. Ein Gespräch…
Leipziger Volkszeitung.de

Kabarett-Star Frank:
Ich bin der Silbereisen unter den Opernsängern“
Alle lachen über diesen lustigen Bayer: In Graz feierte Kabarettist Martin Frank die Premiere seiner selbstironischen Geschichten über den Alltagswahnsinn – mit Furcht vor dem Coming-out und mit Vorfreude auf das Singen an der Wiener Staatsoper.
https://www.krone.at/4167318

Ulm
Theater Ulm: „Die Meistersinger von Nürnberg“, Richard Wagner (zweite Besprechung)
Richard Wagners Nürnberg: Es war nie eine reale, sondern stets eine mythische Stadt, eine Kunstprojektion, mit Hans Sachs zu sprechen: Ein Traumbild – gelegentlich auch ein Albtraumbild. Man hat‘s in den letzten Jahrzehnten gesehen, da nicht mehr das einst als „traut“ geltende Abbild eines fantastischen Alt-Nürnberg, sondern der „Wahn“ und das, was er provozierte, im Mittelpunkt zumindest einiger der phantasmagorischen Bilder stand, die Wagner mit seiner Oper auf die Bühne gestellt hat. Das ist, wenn man so will, das Tragische an den Meistersingern von Nürnberg. Nun gibt es aber auch das Gegenteil, das indes nie so ungemischt erscheint, wie man sich‘s wünschen könnte. Die Meistersinger von Nürnberg gelten als tiefsinnige Komödie, der, wie in jeder guten Komödie, das Ernste immer eingeschrieben ist.
Von Frank Piontek
DerOpernfreund.de.theater.ulm

Köln/ Philharmonie
Jan Lisieckis Grieg fesselt ausnahmsweise nicht
Einige Freunde haben für dieses Konzert schon im März Karten gekauft. März 2025 wohlgemerkt, weit über ein Jahr vorher. Die große Martha Argerich soll nämlich Robert Schumanns Klavierkonzert spielen, der Abend – letztes Konzert im Edelabo „Premium“ – ist seit Monaten ausverkauft. Dann allerdings folgt, lange vor dem 7. Juni, eine seltsam anmutende Absage „aus produktionstechnischen Gründen“, was immer das ist. (Frau Argerich, gerade 85 geworden, ist zum Glück putzmunter, ihr Hamburger Festival beginnt in knapp zwei Wochen.) Sogar die Karten darf man zurückgeben, der Sitzplan sieht so gesprenkelt aus wie selten, in allen Kategorien sind plötzlich wieder Karten verfügbar.Dabei ist der einspringende Solist kein Geringerer als Jan Lisiecki, der das nun auf dem Programm stehende „Schwesterwerk“ spielt:
Von Dr. Brian Cooper
Klassik-begeistert.de

Essen
Dresdner Ex-Opernintendant heuert in Essen an: Theiler will „Brücke in die Zukunft bauen“
Vor zwei Jahren ging Peter Theiler als Intendant der Semperoper in den Ruhestand. Nun kehrt er aus demselben zurück auf die Szene. Theiler (69) übernimmt im Sommer nächsten Jahres die Intendanz der Essener Oper und des Orchesters – übergangsweise für ein Jahr. In beratender Funktion hat er den neuen Job schon begonnen. In Essen will Theiler eine „Brücke in die Zukunft bauen“ und auch bei der Suche nach einer dauerhaften Intendanz nach seiner Übergangsspielzeit 2027/28 helfen. Hauptwohnsitz bleibe Dresden, so Theiler, der in Essen eine Zweitwohnung beziehen will.
Tag24.de.Kultur.theiler

Coburg
Landestheater Coburg: „Salome“, Richard Strauss
In Coburgs Ersatzbau, dem Globe, steht mit Flurina Stucki eine Herodiastochter und Höllenrose auf der Bühne, die der Hauptsache – der stimmlichen Anforderung – in Allem so gewachsen ist, dass Fragen betr. möglicher szenischer Schwächen (auch in Coburg wird der Part, anders als in Plauen, nicht von der Titelheldin getanzt), erst gar nicht diskutiert werden müssen, an die man sich indes schon gewöhnt hat. Mit ihrem so leuchtenden wie in der Tiefe genügend dunklen und deklamatorisch klaren Sopran, der zumindest mich gelegentlich an den Stimmklang der großen Lucia Popp erinnert und das Dramatische wie das Emphatisch-Beseelte gleichermaßen nach außen zu bringen vermag, entzückt sie das Publikum, dem eine lokale Salome-Aufführung zwar nicht wie ein halbes Wunder, aber doch wie etwas Außergewöhnliches erscheinen muss.
Von Frank Piontek
https://deropernfreund.de/landestheater-coburg/coburg-salome-richard-strauss/

Hamburg
Internationales Musikfest Hamburg feiert Abschluss
Rund 75.000 Menschen besuchten 54 Veranstaltungen zum Thema »Ende«
https://kulturfreak.de/internationales-musikfest-hamburg-feiert-abschluss

Aachen
Theater Aachen: „Suor Angelica“, Giacomo Puccini
Traditionell bietet das Theater Aachen gegen Ende der Spielzeit der Produktion der Hochschule für Musik und Tanz Köln (HfMT) am Standort Aachen eine Bühne, doch das ist in diesem Jahr anders: die Zuschauer begeben sich nicht ins Stadttheater, sondern in die Citykirche St. Nikolaus in der Aachener Fußgängerzone unweit des historischen Rathauses, um sich dort die heurigen Aufführungen anzuschauen – gegeben wird Puccinis Suor Angelica. Und die wartet mit ungewöhnlichen Besetzungen und beachtlichem musikalischen Niveau auf.
Von Jochen Rüth
https://deropernfreund.de/theater-aachen/aachen-suor-angelica-giacomo-puccini/

Jurmala
Südkoreaner Sungmin Park holt sich den 44. Belvedere-Bewerb
Der Hattrick ist perfekt: Der 25-jährige Bassbariton Sungmin Park hat am Sonntag den 44. Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb für sich entschieden – und damit den dritten südkoreanischen Sieg in Folge beim österreichischstämmigen Contest für junge Stimmen eingefahren. Wie 2024 Jungrae Noah Kim sicherte sich Park im lettischen Jurmala den Sieg und reklamierte damit wie Geon Kim im Vorjahr in Bern den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis für sich.
Vol.at.belvedere.wettbewerb

Links zu englischsprachigen  Artikeln

Berlin
Deutsche Oper Berlin 2025-26 Review: Götterdämmerung
operawire.com.deutsche.oper

Layer Marney Tower, Wild Arts Summer Opera festival
The Marriage of Figaro review – Danielle de Niese’s deft direction weds finery with fun A touring show was quite a challenge for the opera star’s first directorial gig, but dynamic singing, charismatic orchestral play and clever stage jokes pull it off brilliantly
TheGuardian.com.music

Alresford
Caesar and the Raiders of the Lost Ark: comic overkill stunts Handel at Grange Festival
bachtrack.com.de.caesarand.theraiders

Love, life and art remain to the fore in the Grange Festival’s La bohème despite stated political aims
operatoday.com.laboheme

West Horsley
Don Carlo, Grange Park Opera review – rich confrontations in a confined space
Not much to look at, good on the ear
Thearts.desk.com.opera.don.carlo

Grange Park’s scaled-down Don Carlo still astonishes (Subscription required)
Stripped of lavish sets and crowds of extras, Verdi’s turbulent drama sounds more compelling than ever
TheTelegraph.co.uk,grangePark

San Francisco
lim Chan Receives a Hero’s Welcome at First SF Symphony Concert Since Historic Appointment
sfcv.org.articles.symphony

Recordings
Review: Dvořák – Symphony No. 9 (‘From the New World’) –
Rotterdam Philharmonic, Lahav Shani
TheClassic.review.album.dvorak

Ballet / Dance

Philadelphia: Mother Nature returns the love to BalletX’s Four Seasons Reimagined
bachtrack.com.de.review.philadelphia

Ballett/ Tanz

Hamburg/Elbphilharmonie
Edvin Revazovs neue Choreographie 5 Seasons überzeugt in der Elbphilharmonie mit klassisch basiertem Tanz –Uraufführung
Selten sah man Edvin Revazov so gelöst und glücklich wie nach dem Ende dieses abendfüllenden Balletts. Das Publikum dankte es ihm und allen Mitwirkenden mit Begeisterung und langanhaltend. Man muss sich dieses Stück wohl ein zweites Mal anschauen, um den Variationen der Jahreszeiten und den darin verwobenen Lebensgeschichten gerecht zu werden.
Von Dr. Ralf Wegner
Klassik-begeistert.de

Sprechtheater

Wiener Festwochen:
Castelluccis Maskerade mit Tötungsmaschine hinterlässt nur Fragezeichen
„Credere alle maschere“ (An Masken glauben) nennt der Festwochen-Stammgast seine 40-minütige Performance. Sie bleibt selbst für Castellucci-Verhältnisse allzu rätselhaft DerStandard.at.story0626.maskerade

Juggle & Hide“ bei den Festwochen: Revolte der Requisiten (Bezahlartikel)
Thailands aufstand- und putschreiche Geschichte in „Juggle & Hide“, der neuen Arbeit des Theatermachers Wichaya Artamat bei den Festwochen.
Kurier.at.wichaya.artamat

Ausstellungen/ Kunst

Wien/ MAK
Bilder vom Ende der Vorstellung: MAK zeigt Thomas Demand  Bezahlartikel
Der deutsche Künstler schafft einen Schwebezustand, in dem sich über Realität, Bilder und Fälschungen sinnieren lässt.
Kurier.at.demand

Politik

Österreich
Kasperl der Woche: Erhofftes Wirtschaftswunder holte exakt null Euro
Das Sozialministerium richtete einen Fonds zur Armutsbekämpfung ein, der gänzlich ohne öffentliche Gelder auskommen soll. Darin landeten exakt null Euro. Das war wohl nix.
https://www.krone.at/4167303

Sport

Fußball-WM
Nach WM-Generalprobe: „War nicht cool!“ Baumann spricht über DFB-Degradierung
Oliver Baumann ist bei der WM im DFB-Tor nur die zweite Wahl, der Goalie wurde von Julian Nagelsmann degradiert. Jetzt spricht er über die Situation. In der Qualifikation für die Weltmeisterschaft war Oliver Baumann noch als Einser-Tormann im DFB-Team gesetzt – bei der WM-Endrunde wird er aber nur zweite Wahl sein. Der Hoffenheim-Schlussmann wurde von Teamchef Julian Nagelsmann degradiert, der setzt nämlich auf die Dienste von Manuel Neuer.
heute.at.baumann

Was machen die späten WM-Spiele mit der Gastronomie?
Mehr als die Hälfte der Weltmeisterschafts-Partien beginnen erst nach Mitternacht. Das bedeutet auch: Weniger Umsatz für die deutsche Gastronomie, so eine Studie des IW-Köln. Der Gastronomie könnte die WM laut Scheufen rund 67,4 Millionen Euro zusätzliche Einnahmen bescheren. „Wären alle Spiele um 19 Uhr angesetzt, läge dieser Wert bei knapp 103 Millionen Euro.“
zdf.heute.de.wirtschaft

Trinkst du noch, oder spielst du schon? Pflichtpausen schaffen 208 neue Werbefenster
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft wird es erstmals verpflichtende Trinkpausen geben. Das diene dem Schutz der Spieler, sagt die Fifa. Die Pflichtpausen werden allerdings mit Werbung gefüllt. Es könnte also auch darum gehen, noch mehr Reibach zu machen.
md.de.werbepausen

Österreich
Robert Sara feiert „80er“: Cordoba: „Wie viele Mark verdient ihr eigentlich?“
Robert Sara feiert heute seinen 80. Geburtstag! Der Rekordspieler der Wiener Austria führte Österreich bei der WM 1978 als Kapitän an. Für die „Krone“ blickt er auf das „Wunder von Cordoba“ zurück und erklärt, worauf es für Rot-Weiß-Rot beim kommenden Großereignis ankommt.
https://www.krone.at/4169771

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Unter’m Strich

GB
Krankenschwester heiratete in die Royal-Family ein
Der Neffe von König Charles, Peter Phillipse, ehelichte seine Frau Harriet in einem malerischen Dorf in Gloucestershire. Der britische Monarch und seine Frau, Königin Camilla (78), wurden Medienberichten zufolge mit Jubel empfangen, als sie bei der Kirche eintrafen. Bilder zeigen, wie die beiden mit breitem Lächeln aus dem Auto steigen. Auch das Thronfolgerpaar, Prinz William (43) und Prinzessin Kate (44), nahmen an den Feierlichkeiten teil.
Kurier.at.royals

GB
King Charles‘ Faszination für Nager, die er in seinem Privathaus frei herumlaufen lässt

Katzen sind dem britischen Monarchen ein Graus – dafür dürfen diese Nagetiere in seinem Haus in Schottland frei herumstreifen. Obwohl es innerhalb der königlichen Familie bekanntermaßen viele Tierliebhaber gibt, kann zumindest König Charles III. nicht alle Vierbeiner leiden. Angeblich erträgt es der britische Monarch nicht, sich im selben Raum wie eine Katze aufzuhalten (mehr zu Charles‘ Phobie lesen Sie hier). Dafür haben es dem Monarchen bestimmte Nagetiere angetan. Charles ist für seine Liebe zu Pferden und Hunden bekannt, doch es mag überraschen, dass Seine Majestät auch eine ungewöhnliche Vorliebe für Eichhörnchen hegt.
Kurier.at.king.charles

USA
„Ich habe genug“: Trump verliert Nerven und bricht Interview ab
Die Partei von US-Präsident Donald Trump könnte im November bei den Zwischenwahlen ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verlieren. In den Umfragen liegen die Demokraten vorn. Schon werden Betrugsvorwürfe laut. Trump behauptete in einem Interview am Wochenende, dass es bei den Vorwahlen in Kalifornien Unregelmäßigkeiten gegeben habe. Als er dann auch die alten Wahlbetrugsvorwürfe aus dem Jahr 2020 wieder ins Spiel brachte, eskalierte das Gespräch. Das Interview mit dem TV-Sender NBC war am Freitag auf einem Bauernhof in US-Bundesstaat Wisconsin aufgezeichnet worden, wo sich Trump mit Landwirten getroffen hatte. Als Kulisse dienten ein Traktor und Heuballen (siehe Video oben). Der 79-jährige Staatschef ließ sich zunächst nicht von dem auf das Dach prasselnden Regen aus der Ruhe bringen, der die Tonaufnahme schwierig gestaltete. Als Gastgeberin Kristen Welker ihre Crew fragte, ob sie die Aufnahmen stoppen sollten, sagte Trump: „Nein, die Leute werden das schon verstehen, wir sind auf einer Farm.“Schließlich eskalierte das Interview, als Trump seine unbelegte Behauptung wiederholte, die von ihm gegen Biden verlorene Präsidentschaftswahl im Jahr 2020 sei manipuliert gewesen. Von Welker aufgefordert, Beweise vorzulegen, erwiderte Trump: „Sie sind entweder unaufrichtig oder Sie sind dumm. Sie spielen ihnen in die Hände.“ „Tut mir leid. Lasst uns aufhören, denn ich habe genug. Vielen Dank, Darling“, erklärte der Präsident nach seiner Schimpftirade. Anschließend verließ er das Interview.
https://www.krone.at/4169305