DIE DIENSTAG-PRESSE (24. FEBRUAR 2026)
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Klassik-Woche
Machtkämpfe und Medienspiele
Willkommen in der neuen Klassik-Woche, heute mit fehlenden Unterschriften, einer Vision für das musikalische Bewegtbild, der Frage, wie man mit US-Gastspielen umgehen sollte und zwei traurigen Nachrufen.
…Geigerin Carolin Widmann hat die Lufthansa zum Einlenken gebracht. Nachdem Widmann auf Insta postete, dass sie ihre Geige ohne Kasten in der Hand mit an Bord nehmen musste, hat die Airline nun ihre Handgepäck-Bestimmungen gelockert. Das Kranich-Handgepäck wird neuerdings nach der »Widmann-Formel« bemessen: die Addition von Länge, Höhe und Tiefe darf 125 Zentimeter nicht überschreiten. Es dürfen nun also auch Ukulele, Querflöte und ein Mini-Akkordeon transportiert werden – oder eben maximal 72.300 Kubikzentimeter guter Ton (wenn er in einem quadratischen Behältnis mit 41,7 Zentimeter Seitenlänge verstaut ist) +++ Der Regisseur und Autor Armin Petras übernimmt zur Spielzeit 2027/2028 die Intendanz des Theaters Bremen. Er folgt auf Michael Börgerding, der im vergangenen Jahr überraschend verstorben war. +++ Der Chef der Bundestheater in Österreich, Christian Kircher, tritt nach 10 Jahren ab – freiwillig. Vielleicht auch, weil er die Ego-Trips seiner Intendanten satt hat? Wie auch immer: Er ist ein Mann mit Kompass, der gezeigt hat, dass Machtpolitik in der Kultur auch mit Menschlichkeit funktioniert. +++ Peter Gelb, Intendant der Metropolitan Opera in New York, erklärte auf einer Pressekonferenz, dass er seinen Vertrag, der 2030 ausläuft, nicht verlängern wolle »das ist derzeit mein Plan«, wird er von der Associated Press zitiert.
https://backstageclassical.com/machtkaempfe-und-medienspiele
Wien/Staatsoper
Opernball-Streit: „Mit einem Schwein herumschlagen“ – 1. Posting von Bogdan Roščić als Seitenhieb auf Mucha?
Der Streit zwischen Christian Mucha und Bogdan Roščić eskaliert immer weiter. In einem Schreiben ließ der Staatsopern-Direktor wissen, dass er die Kritik annimmt, dann sorgt er mit einem Posting für Schmunzeln…
…Bisher hielt sich der Hausherr der Oper in sozialen Netzwerken vornehm zurück. Doch die jüngsten Giftpfeile aus dem Hause Mucha scheinen die dicke Haut des Direktors nun doch durchdrungen zu haben. Roščić wählte für seine Instagram-Premiere ein Sujet, das wenig Spielraum für Fehlinterpretationen lässt. Er postete das Zitat: „Ich habe vor langer Zeit gelernt, dass man sich nicht mit einem Schwein herumschlägt. Man wird dreckig und das Schwein genießt es obendrein.“
oe24.at.erstes.posting.roscic
Opernball-Streit: So reagiert Staatsoperndirektor Bogdan Roščić
Der 68. Opernball ist zwar längst Geschichte, die Gemüter aber anscheinend immer noch erhitzt. Und wie das halt so ist, gefallen Änderungen nicht jedem. Einer, der sich besonders getriggert fühlt, ist Verleger Christian W. Mucha. Er kritisierte den Opernball und auch den Staatsoperndirekter per Newsletter, TV-Interviews und Facebook-Postings.
Kurier.at.opernballstreit
21.2.26 „Carmen“, Staatsoper
Dem Wetter nach hätte es eigentlich „La Wally“ spielen müssen: Auf das Schneechaos am Freitag folgte bei Tauwetter am Samstag ein Tag der Dachlawinen. Weil aber die Staatsoper ihre Saisonen sinnvoller Weise nicht nach den meteorologischen Vorhersagen des hundertjährigen Kalenders plant, stand „Carmen“ auf dem Programm.
http://www.operinwien.at/werkverz/bizet/acarmen19.htm
Wien/ MusikTheater an der Wien
„Holle!“ in der Hölle des Musik Theaters an der Wien: Burnout einer Wettermacherin (Bezahlartikel)
Das Musik Theater an der Wien zeigt ein liebevoll inszeniertes Familienstück mit Musik. Für alle ab 6 Jahren.
DiePresse.com.holle.in der hoelle
„Es hat sich ausgeschneit!“: Frau Holle hat genug
Das Theater an der Wien verpackt das Thema Klimawandel mit Märchenfiguren in eine kurzweilige Kinderoper – durchaus effektvoll und mit Humor, aber auch mit dramaturgischen Schwächen. Frau Holle will nicht mehr. Ständig beschweren sich die Menschen über das Wetter. Nichts ist ihnen recht. Und dann greifen sie auch noch selbst ein in die Wettermaschine, heizen fleißig den Klimawandel an und bringen die fein abgestimmte Dramaturgie der Natur durcheinander. Frau Holle schmeißt hin, ihre Assistenten, der Pech-Andi und der Gold-Andi, übernehmen – und bringen noch einmal ordentlich Chaos ins Wettergeschehen.
https://www.krone.at/4056258
Wien/ Musikverein
Musikverein: Lang Langs besonderes Faible für Jazz (Bezahlartikel)
Im Musikverein begaben sich Andris Nelsons und die Philharmoniker am Wochenende in die Zielgeraden ihres Mahler-Zyklus. Lang Lang gewann man als Solisten für Bartóks drittes Klavierkonzert auf der kommenden USA-Tournee.
DiePresse.com.musikverein
Wien/ Musikverein
Ist diese Sinfonie zu schön, um berühmt zu sein? (Bezahlartikel)
Die Tonkünstler unter Tomáš Netopil spielten im Musikverein eine Erstaufführung von Josef Suk, die nach Dvořák klingt.
DiePresse.com.musikveein.netopil
War das Zubin Mehtas Abschied? Nicht, wenn es nach ihm geht
Beim Auftritt des sichtlich geschwächten Dirigenten mit dem West-Eastern Divan Orchestra im Musikverein blieb die Interpretation zweitrangig
DerStandard.at.story.zubinmehta
Zubin Mehta blüht an seinem Lebensabend voll auf
So traurig der Titel klingt – wenn man jedoch den Auf- und Abtritt des geschätzten Maestros Zubin Mehta, bald 90 Jahre alt, am Sonntag in Wien beobachten konnte, leidete man unwillkürlich an den Qualen mit, denen der liebenswürdige Stardirigent ausgesetzt ist. Dieser Konzertabend war ungleich berührend, zumal das Orchester locker mit den sogenannten Meisterorchestern mithalten kann.
Von Herbert Hiess
Klassik-begeistert.de
Wien/ Volksoper
„Spring Awakening“ in Volksoper: Der Schüler Gerber im Glee-Club
Das Haus am Gürtel zeigt Wedekinds Kindertragödie „Frühlings Erwachen“ als herzerwärmendes Musical. Geht das gut? Oh ja!
DerStandard.at.story.spring
TTT Kulturkommentar + Theaterdenken: Stabilisiert „Regietheater“ heute politische Tyrannei? Ja!!!
„Autokraten – Internationale“! Augsburger Puppenkiste! Achtung + Ächtung?
Barack Obama und aktuelle TTT – Doktrin beklagen Verlust von „Scham, Anstand“ durch Autokraten. Solch zunehmende globale Phänomene werden im Musiktheater stabilisiert: „Einbuße von Fundamenten menschenwürdigen Seins, Welt spaltender Rückzug toleranter Normen, Verrohung humaner Ideale“ weisen zu Inszenierungen der Autokraten.
Quellen: TTT Musiktheater Doktrin: Weisheit in Geist, Seele, Fleisch und Blut
https://onlinemerker.com/ttt-musiktheater-doktrin-weisheit-in-geist-seele-fleisch-und-blut-leben-mit-kraft-freude-vertrauen-in-bedingungsloser-liebe-global-fundamente-menschenwuerdigen-seins/
Doktrin Musiktheater-Inszenierungen 2026: Sein oder NICHTS sein?
https://onlinemerker.com/ttt-doktrin-musiktheater-inszenierungen-2026-sein-oder-nichts-sein/
Weiterlesen unter Onlinemerker.com.theaterdenken.ttt
Brief von Brüggi: Liebe Waltraud B.,*Sie schreiben mir fast nach jedem Newsletter – und meckern, und nörgeln und verbessern. So viel Rage ist eine wahre Freude. Ich muss gestehen, in der Regel lösche ich Ihre Mails ungelesen. Aber manchmal – so wie gestern – schaue ich trotzdem rein. Und heute möchte ich Ihnen, der fleißigsten Leserbriefschreiberin bei BackstageClassical, ein kleines Denkmal setzen. Erst einmal möchte ich Jonas Kaufmann auf Sie aufmerksam machen: Lieber Herr Kaufmann, es gibt kaum jemanden, der sich so für Sie ins Zeug legt wie Waltraud B.! Wenn ich mich über Sie lustig mache (und das passiert nicht selten), bekomme ich es sofort doppelt und dreifach von Waltraud zurück! Lieber Herr Kaufmann, schenken Sie ihrem Mega-Fan Waltraud B. doch mal ein hohes C (wenn es nicht mehr klappt: ein H reicht auch) – Waltraud B. hat es verdient!
backstage.classical
Antwort von W.B an den „Neidhammel und Selbstdarstelle“: Es freut mich, dass Sie den Gegenwind in einigen Punkten, den ich zu entfachen beabsichtige, auch merken. Wenn Sie aber sinnerfassendes Lesen anwenden würden, dann hätten Sie längst bemerkt, dass Jonas Kaufmann nur einen kleinen Themenbereich einnimmt. Vielmehr melde ich mich zu besserwisserischen und fehlerbehafteten Rundumschlägen! Wo Sie recht haben, haben Sie recht, aber in einem unvertretbar hohen Prozentsatz werden die Zeilen mit dünn argumentierten Schlagzeilen gefüllt, meist auf Kosten anderer. Das kann ich nicht unwidersprochen stehen lassen. Übrigens brauchen Sie JK nicht zu animieren, mir ein hohes C zu schenken. Ich stehe nicht auf solche Protzreien und genau deshalb gehe ich lieber in Vorstellungen mit JK als in die anderer, meist medial hochgejubelter Tenöre mit absehbarer Halbwertszeit, hohes C hin oder her. Hochachtungsvoll Waltraud B.
Zita Ende
Die Wiener Philharmoniker sind mit Andris Nelsons schon im Reisefieber
Wie schon in meinem letzten Beitrag erwähnt, kommt das Wiener Publikum in den Genuss, das musikalische Reisegepäck für die USA-Tournee der Wiener Philharmoniker vorgestellt zu bekommen. Auch hier wieder Orchester und Dirigent in Bestform. Der Maestro und das Orchester brillierten hier aufs Feinste; wohl hätte Nelsons die Musiker etwas freier spielen lassen sollen.
Von Herbert Hiess
Klassik-begeistert.de
Bremen/ Sendesaal
Kristjánssons faszinierende Interpretation von Schuberts „Winterreise“ geht zutiefst ans Gemüt
Tenor Benedikt Kristjánsson wollte Schuberts „Winterreise“ in voller Tiefe erfassen und verstehen. Und hat deshalb diesen Liederzyklus anlässlich der Bonner Beethoventage anno 2022 in 24-stündiger Dauerschleife gesungen. Am Sonntag, 22. Februar war der aus Island stammende Sänger mit ebendiesem Werk beim neuen Format LiedFest im Sendesaal Bremen zu erleben. Auf eigenen Wunsch (und auch mit deutlicher Zustimmung des Auditoriums) trägt er es ohne Pause vor.
Von Dr. Gerd Klingeberg
Klassik-begeistert.de
Marek Janowski: Klang, Identität und Wandel – die globalisierte Orchesterlandschaft, Teil II
Die Musik hat sich verändert, und Marek Janowski hat es mit wachem Ohr verfolgt. Im zweiten Teil des Gesprächs wendet sich der Blick auf die tiefgreifenden Veränderungen in der Orchesterlandschaft: den Verlust individueller Klangidentitäten durch Globalisierung, das Verschwinden nationaler Spieltraditionen, die Herausforderung, als Dirigent mit unterschiedlichen Klangkulturen umzugehen.
Von Dirk Schauß
Klassik-begeistert.de
Werkstattgespräch: Mendelssohn, Bruckner und die Kunst der Interpretation, Teil III
Im letzten Teil wird das Gespräch mit Marek Janowski konkret und intim: Es geht um einzelne Werke, um interpretatorische Entscheidungen, um den berühmten Beckenschlag in Bruckners Siebter, um Mendelssohns „Schottische“ und Schumanns „Rheinische“.
Von Dirk Schauß
Klassik-begeistert.de
Wien/Staatsoper
Piotr Beczala als Don José: Ein Sergeant zum Niederknien
Georges Bizets „Carmen“ in der bekannten Inszenierung von Calixto Bieito wieder an der Wiener Staatsoper
Kurier.at.carmen
Wien/ Musiktheater an der Wien
Klima-Kinderoper: „Holle!“ im Musiktheater an der Wien
Mit dem Wintereinbruch der vergangenen Tage in Österreich hätten bei Frau Holle eigentlich die Federn fliegen müssen. Da passt es gut, dass am Samstag im Musiktheater an der Wien mit „Holle!“ eine an das Märchen angelehnte Bühnenadaption ihre Österreichische Erstaufführung feierte. Catharina von Bülow inszenierte die altersgerecht einfache Handlung, die es schafft, mit leicht verdaulicher Musik Themen wie Auswirkungen der Klimakrise und Verantwortung für sie zu behandeln.
SalzburgerNachrichten.at
Österreich
Das Kulturamt: Ist Baden im Musicalfach bereits das bessere Wien?
Das (fiktive) Kulturamt fragt sich diesmal: In welchem Verhältnis steht Kreativität zur Höhe des Steuergeldes?
Kurier.at.kulturamt
CD-Besprechung
Edmond Dédés „Morgiane“ bedeutet die späte Würdigung eines nahezu Vergessenen
Die Lebensgeschichte des afro-amerikanischen Komponisten Edmond Dédé ist unter mehreren Aspekten bemerkenswert. 1823 in New Orleans als Sohn eines Militärkapellmeisters geboren, war ihm das musikalische Talent bereits in die Wiege gelegt. Nach einer Ausbildung zum Violinisten sah er sich rassistischen Diskriminierungen ausgesetzt und lebte für einige Zeit in Mexiko. Nach seiner Rückkehr arbeitete er zeitweise in einer Zigarrenfabrik, veröffentlichte aber bereits erste Kompositionen. Die finanzielle Unterstützung von Freunden ermöglichte ihm 1857 eine Reise nach Frankreich, wo er am Pariser Konservatorium weiter studierte.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de
CD-Besprechung
Vivaldis Oper „L’Olimpiade“ erfreut sich wachsender Popularität
Als Antonio Vivaldi 1734 Metastasios neuestes Libretto vertont, ist er bereits der dritte Komponist, der auf den Stoff zurückgreift. Es werden noch zahlreiche weitere Vertonungen folgen. Die Oper wird bei der Uraufführung ein Erfolg, gerät aber danach schnell in Vergessenheit. Ziemlich genau 200 Jahre später wird sie in Italien erneut aufgeführt. Erst in den letzten Jahrzehnten hat es das Werk zu einer gewissen Popularität geschafft, nachdem sein Komponist lange Zeit fast ausschließlich als Schöpfer von Instrumentalmusik wahrgenommen wurde. Inzwischen verzeichnet der Katalog mehrere Einspielungen von „L’Olimpiade“.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de
Salzburg
Das Publikum und die Jury überzeugt
Der Preisträger des Internationalen Mozartwettbewerbs in der Sparte Klavier kommt aus Serbien. Bogdan Dugalić setzte sich in der Finalrunde am Donnerstag (19.2.) gegen zwei Kandidaten aus Russland durch. 25 Pianisten aus 15 Ländern hatten sich der Konkurrenz gestellt
DrehpunktKultur.de.dugalic
Berlin
Mutter Erde schlägt zurück: Der Komponist und Pianist Fazıl Say beschwört die Klimakrise (Bezahlartikel)
Das Deutsche Symphonie-Orchester unter John Storgårds bringt Fazıl Says Klavierkonzert „Mother Earth“ in deutscher Erstaufführung und verhilft Erich Wolfgang Korngolds Symphonie in Fis zu theatralischen Ehren.
DerTagesspiegel.de.Kultur
Darmstadt
„Pélleas et Mélisande“ in Darmstadt lässt das Unaussprechliche sprechen
Schon früh ahnt Mélisande ihren eigenen Tod. Kaum ist im zweiten der fünf Akte von Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ der Ehering im Brunnen versunken, erscheinen vor ihren Augen Männer in schwarzen Mänteln und Zylindern. Sie führen stumme Doppelgängerinnen Mélisandes mit sich, wie Vorboten eines unausweichlichen Endes.
Von Dirk Schauß
Klassik-begeistert.de
Karlsruhe
Fliegender Teppich ohne Magie
Bluescreen-Effekte prägen Händels »Tamerlano« bei den 48. Internationalen Händel-Festspielen Karlsruhe. Doch der eigentliche Zauber entsteht im Orchestergraben.
https://backstageclassical.com/fliegender-teppich-ohne-magie/
Die Riesenspieße mag er sehr (Bezahlartikel)
Tödlich der Ausgang und doch nicht ohne Komödiantisches: Die Händel-Festspiele in Karlsruhe eröffnen mit einem musikalisch wie schauspielerisch überzeugenden „Tamerlano“.
FrankfurterAllgemeine.net.karlsruhe
Brilliant aktualisiert: „Tamerlano“ bei den Händel-Festspielen Karlsruhe
1924 erlebte Georg Friedrich Händels Oper „Tamerlano“ zweihundert Jahre nach ihrer Londoner Uraufführung in Karlsruhe ihre erste Wiederaufführung in der Neuzeit. Nach weiteren hundert Jahren eröffnet sie die 48. Internationalen Händelfestspiele in Karlsruhe in der Regie des medienaffinen, ehemaligen Sängers Kobie van Rensburg. René Jacobs hat mit dem Freiburger Barockorchester die musikalische Leitung übernommen und in der Titelpartie gastiert der bei den Salzburger Festspielen im vergangenen Jahr hoch gelobte Countertenor Christophe Dumeaux. Die historische Begebenheit um den Gewaltherrscher Tamerlan und seinen gefangenen Gegner, den osmanischen Sultan Bajazet, den er in einen politisch motivierten Selbstmord treibt, könnte in Zeiten der Autokratie kaum aktueller sein.
https://www.swr.de/kultur/buehne/tamerlano-oper-haendel-festspiele-karlsruhe-100.html
Vom Innenleben der Figuren – Eröffnung der 48. Internationalen Händel-Festspiele Karlsruhe mit „Tamerlano“
Barockoper heißt immer auch Bühnenzauber. Im 18. Jahrhundert wollte man im Theater nicht nur spektakuläre Stimmen hören, sondern auch die neuesten Bühneneffekte sehen. Bei der Eröffnung der 48. Internationalen Händel-Festspiele Karlsruhe lässt Regisseur Kobie van Rensburg in „Tamerlano“ Teppiche fliegen und Elefanten über die Bühne schreiten. Die Leinwand wird zum Bühnenbild, das Bluescreen-Verfahren zum Zauberkasten. Aber auf Dauer ermüden die digitalen Kunststückchen.
NeueMusikzeitung.de.tamerlano
Bayreuth
Die Gluck Festspiele 2026 in Bayreuth und Umgebung
https://kulturfreak.de/die-gluck-festspiele-2026-in-bayreuth-und-umgebung
Mainz
Der Totalitarismus hat nicht das letzte Wort
Wo Viktor Ullmann in seiner Oper „Der Kaiser von Atlantis“ das Grauen der Vernichtung meinte, setzt Regisseurin Cuéllar Velasco verblüffend poetisch auch utopisches Potential frei. Musikalisch lohnt die Produktion sogar weite Anreisen.
concerti.de.mainz
Braunschweig
„Peter Grimes“, Benjamin Britten
Nach fast 28 Jahren ist mit Benjamin Brittens PeterGrimes eine der bedeutendsten Opern des 20. Jahrhunderts wieder im Staatstheater zu erleben. Die 1945 in London uraufgeführte Oper beruht auf der Verserzählung „The Borough“ des englischen Dichters George Crabbe, der wie Britten aus einem ostenglischen Fischerstädtchen stammte. Im Gegensatz zu der im Crabbe-Text stärker herausgestellten kriminellen Energie des Fischers Peter Grimes wird in dem Libretto von Montagu Slater vorwiegend auf dessen Außenseiterstellung verwiesen, der selber nie Liebe erfahren hat und sie daher auch nicht weitergeben kann
Von Gerhard Eckels
DerOpernfreund.de.petergrimes
Bielefeld
Dichter, dunkler, dramatischer Abend mit Tönen der Verbitterung – „Kassandra“ am Theater Bielefeld uraufgeführt
Was geht vor im Kopf einer Frau, die ihren unmittelbar bevorstehenden Tod vor Augen hat? Was bleibt vor allem übrig von ihrer Mission, Troja vor seinem Untergang gewarnt zu haben? Vom göttlichen Apoll mit der guten Gabe gesegnet, in die Zukunft blicken zu können, zugleich aber verflucht, dass ihr niemand glauben werde, waren Kassandras seherischen Worte ins Leere gelaufen! Zur Verräterin abgestempelt, galt sie als „schwarzes Schaf“ der Herrscherfamilie rund um König Priamos
NeueMusikzeitung/Nmz.de
Biel
„La Boheme“ in Biel
Wie eine Hausbesetzung zum emotionalen Opernerlebnis wird. Beim Theater Orchester Biel Solothurn TOBS! steht diese Saison nach Mozarts «Zauberflöte» mit «La Bohème» von Giacomo Puccini eine weitere Oper auf dem Spielplan, die als meistgespieltes Werk der Geschichte gilt. Die spanische Regisseurin Lucía Astigarraga transferiert den Verismo vom Fin de Siècle sehr plastisch in die heutige Zeit. Ihr Konzept einer Hausbesetzung funktioniert bestens, die Personenführung ist punktgenau. Bei der Premiere im Nebia in Biel werden aber auch die starken Solisten und das Orchester unter Yannis Pouspourikas gefeiert.
https://www.plattformj.ch/artikel/240657/
Radio
„Oper und Philosophie“: eine vierteilige Ö1-Reihe mit Konrad Paul Liessmann
Im Rahmen von „Apropos Oper“ (15.05 Uhr) ist ab 1. März die vierteilige Reihe „Oper und Philosophie“ zu hören. Jeweils am ersten Sonntag im Monat nähert sich Philosoph und Opernliebhaber Konrad Paul Liessmann den Opern „Don Giovanni“ (1.3.), „Tristan und Isolde“ (5.4.), „Otello“ (3.5.) und „Wozzeck“ (7.6.) auf sehr persönliche Weise
https://der.orf.at/unternehmen/aktuell/oper_und_philosophie100.html
Tonträger
Barocker Schatz: Johann Ludwig Bachs Kantaten neu entdeckt
NDR.de.musik-klassik
Links zu englischsprachigen Artikeln
News
Manfred Honeck to be Honored by Bruckner Society of America
https://operawire.com/manfred-honeck-to-be-honored-by-bruckner-society-of-america/
Zürich
Opernhaus Zürich 2025-26 Review: Cardillac Hindemith’s Psychological Thriller Turns 100
https://operawire.com/opernhaus-zurich-2025-26-review-cardillac/
Madrid
Francesco Corti, il Pomo d’Oro and soloists offer a magnificent Giulio Cesare at Teatro Real
seenanheard.international.com.francescocorti
London
Lawrence Renes confirms his sound Brucknerian status in a radiant Philharmonia Bruckner’s Eighth
https://seenandheard-international.com/category/concert-reviews/
Sacconi Quartet review – new Freya Waley-Cohen work reveals ensemble at their finest
TheGuardian.com.music- sacconi
Dublin
The Cunning Little Vixen, Irish National Opera
– chamber Janáček works where it matters First-rate singing, playing and conducting, and the portable production has some impact
TheArts-desk.com.dublin
New York
Dashed hopes
Joyce DiDonato makes the most of Kevin Puts‘s trite new Emily Dickinson monodrama.
https://parterre.com/2026/02/23/dashed-hopes/
Q & A: IN Series Opera Director Timothy Nelson on ‘Passion Plays’
https://operawire.com/q-a-in-series-opera-director-timothy-nelson-on-passion-plays/
Pittsburgh
World premiere at Pittsburgh Opera explores trauma of mass shootings
https://www.wesa.fm/arts-culture/2026-02-23/pittsburgh-opera-premier-shootings
Chicago
Klaus Mäkelä is speaking… Chicago is listening
https://bachtrack.com/de_DE/review-makela-sibelius-strauss-chicago-symphony-february-2026
Ballett / Tanz
Staatsballett Berlin: Sisyphos im Gittermuster aus Licht (Bezahlartikel)
Das Staatsballett Berlin zeigt elf neue Choreographien von Tänzern des Ensembles: Rituale für die Zukunft des Tanzes.
FrankfurterAllgemeine.net
Rock/Pop/Song.Contest
Cosmó löst den „Tanzschein“ für Österreich
Mit “Tanzschein”, thematisch angesiedelt zwischen Rian und Bilderbuch, setzte sich somit eine von sechs deutschsprachigen Nummern im Tournament durch.ORF
Vol.at.songcontest
Sprechtheater
Linz
Studiobühne Linz: Das große Nashorn will doch nur „normal“ sein
In einer Schulklasse sorgt ein neues Kind für Aufmerksamkeit: Lou ist anders – deutlich anders. Sie ist ein Nashorn. Simon Windisch inszeniert in der Studiobühne des Linzer Landestheaters das Stück „Dickhäuter“: Ein liebevolles, turbulentes Theatervergnügen für junge Leute.
https://www.krone.at/4055807
Wien
„Gilgamesch“ im Theater der Jugend: Ein Jahrtausende alter Stoff, sehr zugänglich umgesetzt
https://kurier.at/kultur/gilgamesch-theater-der-jugend-premiere-kritik/403134196
Ausstellungen/ Kunst
Wien
Auktion oder Flohmarkt? Was mit Nachlässen von Otto Schenk und Co. passiert Bezahlartikel
Am Donnerstag wird die Sammlung von Otto und Renée Schenk im Dorotheum versteigert. Aber was passiert mit den Hinterlassenschaften von Künstlern, für die sich Auktionshäuser und Museen nicht interessieren?
Kurier.at.Kultur
El Salvador
Riesiges Wandbild: „Mona Lisa“ aus Plastikmüll in El Salvador
Eine „Mona Lisa“ als Zeichen für Recycling: Kunstwerk aus 100.000 Flaschendeckeln von Oscar Olivares. In El Salvador hat der venezolanische Künstler Oscar Olivares ein riesiges Wandbild aus weggeworfenen Plastikflaschendeckeln erschaffen. „Ich wollte eine lateinamerikanische Mona Lisa darstellen“, sagte Olivares. Für das 13 Meter hohe Bildnis habe er mehr als 100.000 Flaschendeckel aus Plastik verwendet, die Menschen aus der Nachbarschaft über drei Monate hinweg gesammelt, gesäubert und nach Farben sortiert hätten.
Kurier.at.mona.lisa
Politik
Österreich
Marterbauer-Ansage zu Lohnnebenkosten-Senkung
In der Dauerdebatte über die Senkung der Lohnnebenkosten hat Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) Vorschläge zur Gegenfinanzierung gefordert. Für die zuletzt neuerlich von der Wirtschaftskammer (WKÖ) angestrengte Maßnahme gebe es derzeit budgetär „keinen Spielraum“, sagte Marterbauer am Montag in Wien. Das „zentrale Ziel ist, und davon lasse ich mich sicher nicht abbringen, dass wir 2028 unter ein gesamtstaatliches Defizit von drei Prozent des BIP kommen“, fügte er hinzu.
Oe24.at.finanzminister
Sport
Österreich-Fußball
„Heute“-Kommentar. Rapid-Fans: Wrabetz verschießt nächsten Elfmeter
Rapid-Fan-Chaoten erzwangen im Derby bei der Austria fast einen Abbruch. Klubboss Wrabetz verurteilte den Eklat erst, rudert jetzt aber wieder zurück.“Niemand steht über dem Verein“ – so lautet eine fundamentale Fußball-Weisheit. Sie gilt für Spieler, Trainer, Funktionäre und Fans. Letztere – zumindest ein kleiner Teil bei Rapid – halten sich offensichtlich nicht an dieses ungeschriebene Grundgesetz.
Heute.at.wrabetz
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Unter’m Strich
Österreich/ Lawinenbergung
Vorschlag aus Tirol: „Vielleicht sollte man Einsatzkosten verrechnen!“
Tirols Sicherheits-Landesrätin Astrid Mair (ÖVP) appelliert angesichts der großen Lawinengefahr im „Krone“-Interview an die Vernunft der Einheimischen und Touristen. Aber sie winkt auch mit dem Zaunpfahl.
https://www.krone.at/4055542
Verhalten bei Unfällen: Expertin klärt auf: Nur vorbeizufahren bei Unfällen ist auch verboten
Was man bei Unfällen tun muss und was droht, wenn man Hilfe verwehrt, ist vielen Verkehrsteilnehmern oft nicht klar. Immer wieder kommt es vor, dass niemand stehen bleibt und einfach vorbeifährt. Eine Juristin des ÖAMTC klärt auf, was im Gesetz steht.
https://www.krone.at/4055805
Wien
„Islamische Werte“ – Familie zieht aus Wien weg. Mutter zieht Schlussstrich
Eine junge Familie hat Wien verlassen. Der Grund: Sie fühlen sich durch eine zunehmende Präsenz islamischer Werte verunsichert.
Heute.at.familie
Epstein und der österreichische Professor
Jeffrey Epstein umgab sich gerne mit bekannten Intellektuellen. Unter ihnen ist auch der renommierte österreichischer Mathematiker und Biologe Martin Nowak. News-Recherchen zeigen, dass er sich bei Epstein nach „interessanten Frauen“ erkundigte – und dass er im Tagebuch eines mutmaßlichen Missbrauchsopfers vorkommt.
News.at.epstein
